Solarmodule
Ein Solarmodul besteht aus mehreren Solarzellen, einer transparente Abdeckung zum Schutz dieser Zellen, einer Anschlussdose und weiteren Komponenten. Einzeln oder zusammen mit weiteren Solarmodulen wird es dann als Photovoltaikanlage auf einem Dach oder auf einem speziellen Trägergestell montiert.
Typischerweise sind Solarmodule so aufgebaut, dass sich zuoberst in Richtung der Sonnenstrahlen eine Glasscheibe befindet auf die dann eine transparente Kunststoffschicht folgt, in der sich die miteinander verbundenen Solarzellen befinden. Unter dieser Schicht befindet sich in der Regel eine witterungsfeste Kunststoffverbundfolie sowie eine Anschlussdose und Anschlussleitungen. Dieses Gebilde aus mehreren Schichten wird zumeist in einem Aluminiumprofil-Rahmen befestigt. Dieser dient der Stabilität und erleichtert auch den Schutz der Glasscheibe bei Transport, Handhabung und Montage.
Nach der Installation wird in den Solarzellen dann ein Teil der Sonnenenergie in elektrische Energie umgewandelt. Die Tatsache, dass sich damit unabhängig von den Kraftwerksbetreibern CO2-freier Strom erzeugen lässt, fasziniert Menschen überall auf der Welt. Darüber hinaus haben aber natürlich auch die Förderprogramme, die in vielen Ländern ins Leben gerufen wurden, dazu beigetragen, dass Solaranlegen in den vergangenen Jahren einen solchen Boom erlebt haben.
Nach Schätzungen wurden allein in Europa bisher Solarmodule mit einem Gesamtgewicht von rund 1,4 Millionen Tonnen verkauft. von denen erste Module bereits entsorgt werden müssen. Da die ersten nennenswerten Mengen um 1990 installiert wurden und die Lebensdauer eines Moduls in etwa 25 Jahre beträgt, wird in naher Zukunft auch die Frage der Entsorgung bzw. Wiederverwertung verstärkt in den Vordergrund rücken. Aus diesem Grund haben sich einige der führenden Hersteller von Solarmodulen zu einer Organisation namens PV CYCLE zusammen geschlossen.